Mo, 28.11., Hauptspieltag – Op Katyusha (Coop)

absprung

3400 Meter Höhe. Die C-130 schüttelt sich im Wind, während sie sich der Absprungzone in den Weiten der russischen Ebene nähert. Es ist eiskalt. In drei Reihen angeordnet stehen 23 Adler zum Absprung bereit. Ein tiefer Signalton brummt. Die Kontrolllampe leuchtet noch rot. „Ausrüstung überprüfen!“ ordnet der Sprungmeister an. Ich spüre routiniert zupackende Hände meine Fallschirmgurte überprüfen und ein festes Klopfen auf meiner rechten Schulter. Dann fahre ich mit meinem Vordermann fort. Ein zweiter Signalton. Die Rampe wird sich gleich öffnen. „Der Fallschirm von Para* fehlt.“, erschallt es von links. Kurze Stille der Ratlosigkeit, in der nur das Tönen der Motoren zu hören ist. „Ist egal, er soll trotzdem springen“, befiehlt der Squadlead mit ruhiger Stimme. Ein dritter Signalton ertönt und die Rampe öffnet sich. „Rechte Reihe, los!“ Meine Vordermänner setzen sich in Bewegung und springen in die Nacht. Ein heißer Adrenalinschub durchströmt meine Glieder, als ich an den Abgrund trete. Dann lasse ich mich fallen.
[*Name aus Gründen der Geheimhaltung geändert]

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Der Auftrag der Operation Katyusha lautete, einen vom russischen Geheimdienst enttarnten Agenten zu evakuieren. Er befand sich an einem unbekannten Ort in Gewahrsam. Überwacht wurde der Luftraum durch drei mobile Radarstationen, die für die Evakuierung ausgeschaltet werden mussten. Nach dem Absprung tief über dem Feindgebiet sammelten sich die Adler am vereinbarten Punkt Tango im Zentrum von Chernarus. Die erste Operationsphase bestand darin, einen Informant aufzusuchen, um die aktuellen Positionen der Radarstellungen und des inhaftierten Agenten in Erfahrung zu bringen. Als sich  das vorderste Fireteam dem Informaten näherte, ergriff er die Flucht. Kurze Zeit später griffen aus allen Himmelsrichtungen feindliche Abfangeinheiten den Ort an, die mit einem Hubschrauber abgesetzt wurden oder in Geländewagen heranfuhren. Der vermeintliche Informant war ein Doppelagent gewesen, hatte in seiner Eile jedoch Intel auf dem Tisch seines Hauses liegen lassen. Von zwei Radarstellungen war nun die Position bekannt. Die Adler wandten sich nach Westen.

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Die beiden Fireteams des Alpha-Squads rückten zu der Radarstellung im Südwesten vor, die des Wolf-Squads nach Nordwesten. Auf ihrem Weg bekämpften sie feindliche Patrouillien und gepanzerte Fahrzeuge, deren brennende Wracks einsam in der Winternacht leuchteten. Als beide Radarstellungen erobert waren, ließ sich aus der Ausrichtung ihrer Richtfunkantennen die Position der dritten ableiten. Diese lag noch weiter im Westen. Die Pioniere legten Sprengsätze und die Teams rückten ab.

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In einem Waldstück sammelten sich beide Squads und überquerten im überschlagenen Vorgehen die freie Ebene beim Dorf Pogoneyka. Weitere Angriffe mechanisierter Feindinfanterie wurden erfolgreich abgewehrt. In breiter Linienformation bestiegen sie den bewaldeten Green Mountain, auf dessen Spitze ein gegnerisches Lager mit der dritten Radarstellung stand. Gefangen im Inneren eines Kasernengebäudes befand sich der gesuchte Agent. Unter heftigen Gefechten konnte der Stützpunkt erobert, der Gefangene befreit und die dritte Stellung vermint werden. Auf dem Weg zum Evakuierungspunkt wurden die Radarstellungen gesprengt und der Osprey konnte gefahrlos am vereinbarten Abholpunkt landen. Ohne Verluste erlitten zu haben, wurden die Adler ausgeflogen und die Operation Katyusha war auf ganzer Linie erfolgreich verlaufen.

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Vielen Dank an den Missionsbauer Simmax für den atmosphärischen Abend!

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So, 27.11., Event (3CB) – Enemy Territory

Zum ersten Adventssontag hat der britische Clan 3CB die Gruppe Adler zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Ihr TvT-Szenario Enemy Territory spielt sich in der Umgebung eines von KI-Einheiten besetzen Areals ab. Die KI ist gegenüber beiden Spielfraktionen feindlich eingestellt und bewacht einen Datensatz. Die Spieler müssen ihn einnehmen und für mehrere Minuten halten, um den Transfer vollständig durchzuführen.

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3CB spielte mit einem Squad auf der Seite von Gruppe Adler mit, um die Teilnehmerzahlen auf 16 gegen 17 Spieler auszugleichen. Die erste Runde war ein Häuserkampf in der Stadt Chernogorsk. Die Adler (Opfor) starteten westlich, 3CN (Blufor) nördlich. 3CB schloss ein Squad von Opfor bei der Fabrik gegen die KI ein und schaltete es aus. Der andere Teil von Opfor hatte sich zum Datensatz in dem Hotel durchgekämpft und verteidigte ihn knapp in einem wechselreichen Gefecht.

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Die zweite Runde spielte bei dem Dorf Grishino weiter im Norden. Opfor errichtete mit einem Squad eine Overwatchposition auf einer Erhöhung ca. 400m westlich des Dorfes. Der andere Squad rückte von Norden längs dem Waldsstreifen ein und eröffnete das Feuer auf die KI vor dem Ortseingang. Blufor flankierte und schaltete die vorderen Opfor-Einheiten nahezu vollständig aus. Der andere eroberte währenddessen das Datenterminal. Von seiner Overwatchposition aus konnte das verbleibende Opfor-Squad effektiv wirken und griff schließlich durch Rauchwände frontal an. Es gelang ihm, den Datentransfer von Blufor abzubrechen und selbst zu starten. In spannenden Nahkämpfen kämpften sich beide Fraktionen nieder, bis nur noch vier Spieler von Opfor übrig waren.

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Die dritte Runde erfolgte auf demselben Terrain, doch in vertauschten Rollen. Die Adler (Blufor) begegneten Opfor am Rande der Waldschneise im Südosten des Dorfes. Während der Distanzkämpfe flankierte Opfor von Südwesten aus. Simultan vollzog Bluefors 3CB-Squad einen größeren Bogen noch weiter im Süden. Opfor hat das Squad der Adler zwar komplett ausgeschaltet, erlag jedoch dem zweiten Squad. Blufor eroberte den Transferpunkt und neutralisierte dort das Commandelement der Gegenseite.

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Die Spiele lassen sich über 3CBs OCAP-Tool online ansehen. Vielen Dank für die Einladung! Die TvT-Abende mit euch sind immer sehr unterhaltsam und spannend.

Mo, 07.11., Hauptspieltag – Maraku (Coop)

Die für heute vorgesehene Coop Sisu musste aus organisatorischen Gründen verschoben werden. Statt nach Finnland verschlug es die Adler daher auf die Insel Tanoa, deren Norden vom Syndikat kontrolliert wurde. Das lokale Drogenkartell hatte zuvor zwei Regierungsmitglieder in seine Gewalt gebracht und hoffte, seine Interessen gewaltsam durchsetzen zu können. Man entsandte die Gruppe Adler, um die Regierungsmitglieder zu befreien und den Anführer der Mafia entweder gefangen zu nehmen oder notfalls auszuschalten.

Die Geiseln vermutete man in einem der zahlreichen Gebäude von der Hafenstadt La Rochelle. Die Gruppe Adler bewegte sich von Westen an die Stadt, errichtete eine Overwatchposition und begann systematisch, die Häuser zu durchsuchen. Noch am Stadtrand hatten erste überraschte Milizen das Feuer eröffnet, doch war der Widerstand anfangs schwach.
Im Zentrum hingegen gerieten die beiden Fireteams der Adler erheblich unter Druck. In mühsamen Häuserkämpfen arbeiteten sie sich durch die Stadt und überprüften Sektor um Sektor. Im Treppenhaus eines Bürogebäudes schließlich hinderte man den Wächter der Geiseln knapp daran, zu diesen in den obersten Stock zu gelangen und sie dort zu erschießen. Der erste Auftrag war erfüllt, doch wo befand sich das Oberhaupt des Syndikats?

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Die Aufklärung setzte die Einsatzleitung davon in Kenntnis, dass sich das Ziel in ein Anwesen auf der nordöstlichen Insel Ipota zurückgezogen hatte. Umgehend ließen sich die Adler mit einem Blackhawk abholen und wurden im Westen der Insel abgesetzt. Das Dickicht machte eine weitreichende Aufklärung kaum möglich, sodass mehrere Soldaten feindlichen Heckenschützen zum Opfer fielen. Während sich das eine Fireteam noch um seine Verwundeten kümmerte und Deckungsfeuer gab, formierte sich das andere Fireteam zum Angriff auf das Anwesen. In einem aggressiv durchgeführten Vorstoß schalteten sie den Drogenbaron aus und erfüllten das zweite Missionsziel. Im Laufschritt begab sich die gesamte Truppe zurück zur Landezone und ließ sich dort abholen.

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Lieben Dank an McDiod für die schöne Mission!

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Mo, 31.10., Hauptspieltag – Freitagsgebet (Coop)

Die Gruppe Adler hat Taki1980 als ihr 23. Vollmitglied aufgenommen.
Herzlich Willkommen!

Gelegenheit zum Feiern ließ Taki den Adlern jedoch nicht, sondern sandte uns als Angehörige der Peschmerga auf eine gefährliche Patrouillenmission nach Takistan ins Feindgebiet des IS. Nach heftigen Kämpfen gegen NATO-Truppen hatten sich dessen versprengte Kämpfer unter die Zivilbevölkerung gemischt oder in die Berge zurückgezogen. Der Auftrag für die Peschmerga bestand darin, das Freitagsgebet in der Moschee in Ravanna zu beaufsichtigen und durch wachsames, aber zurückhaltendes Auftreten Präsenz zu zeigen. Im LKW waren Versorgungsgüter und medizinisches Material für die zivile Bevölkerung geladen. Hearts and Minds!

Die Peschmerga

Die Fahrt nach Ravanna verlief anfangs ruhig. Verdächtigte Zivilisten wurden auf Waffen und Sprengstoff durchsucht, die Augen offengehalten und es machte sich das trügerische Gefühl breit, beobachtet zu werden.

Durchsuchung

Die ersten Angriffe setzten ungefähr 3km vor Ravanna ein, als der Konvoy in den Bergen von IS-Milizen aufgelauert wurde. Deren Vorgehen entsprach der gängigen Guerilla-Taktik des Angriffs und Rückzugs und so verpassten sie den erbittert zurückfeuernden Peschmerga einige Nadelstiche. Der Wegesrand war von IEDs gesäumt und hinter jedem zweiten Felsen schien sich ein feindlicher Kämpfer zu verbergen. Hochkonzentriert und angespannt wagten sich die Peschmerga weiter nach Ravanna.

IEDs und Hinterhalte auf dem Weg zum Zielpunkt

IEDs und Hinterhalte auf dem Weg nach Ravanna

Kurz vor Ankunft erschütterte eine große Explosion die Moschee. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in die Luft gesprengt und eine große Zahl an Verletzten benötigte dringend Hilfe. Die Peschmerga rückten in breiter Formation in Ravanna ein und sahen sich plötzlich mit Angriffen aus allen Richtungen konfrontiert. Die Feindkraft war weit größer als angenommen und die Notlage der Zivilisten der Köder, um uns schnell in die Stadt zu locken. Wir waren umzingelt.

Nach heftigen Gefechten gelang es, dem Feind empfindliche Verluste zuzufügen und die schwer verletzten Zivilisten auf den LKW zu laden. Unverzüglich wurde zur Basis abgerückt und dort die medizinische Versorgung eingeleitet, während amerikanische Helikopter am Himmel kreisten und den Rückzug absicherten.

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Mo, 17.10., Hauptspieltag – Breaking Contact (TvT)

2015-10-05_Breaking Contact Titel

Es wurden zwei Runden des von [A] Nomisum programmierten TvT-Szenarios Breaking Contact gespielt. Die Opfor-Fraktion hat die Aufgabe, für eine bestimmte Dauer mit einem Funkwagen Propaganda zu senden, wohingegen Blufor diesen zu neutralisieren versucht. Durch die Möglichkeit, sich zu Beginn des Spiels für ein begrenztes Budget Fahrzeuge und Spezialausrüstung kaufen zu können, prägt die Kaufentscheidung der beiden Kommandeure stark den sich in jeder Runde anders entfaltenden Spielverlauf. In einer aktuellen Änderung steht den Opfor die Igla als Luftabwehrgeschütz zur Verfügung, sowie Nachtsichtgeräte für beide Teams.

Ein Blufor-Fireteam wird abgeholt

Die erste Runde war eine Nachtmission im norddeutschen Celle. Die russichen Opfor stationierten den Funkwagen strategisch günstig in einer Senke beim Dorf Müden, sodass die Bundeswehr (Blufor) diesen nicht aus der Distanz unter Beschuss nehmen konnten. Blufor bereitete einen Zangenangriff aus Süden und Nordwesten vor und hatte sich auf circa 400 Meter an den Funkwagen heranbewegt, als Opfor den geplanten Doppelangriff rechtzeitig aufklärte und sich ihm durch einen taktischen Rückzug nach Osten entzog. Als zweiten Sendepunkt wählten sie eine Waldlichtung südöstlich von Müden, welche nur über eine auf der Karte nicht erkenntliche Schneise durch den Wald zu erreichen ist. Ein Blufor-Fireteam rückte zu Fuß durch das Dickicht vor, während der Littelbird das andere Team auf einer Lichtung im Süden absetzte. Dadurch entstand eine Kreuzfeuersituation, die Blufor für sich entscheiden konnte. In dem kurzen, aber heftigen Feuergefecht gelang es ihnen, den Funkwagen zu zerstören.

Zerstörung des Funkwagens in Runde 2

Die zweite Runde spielte auf Taviana. Opfor entschied sich für eine mobile Strategie und sendete zu Beginn bei Slavyansk im Zentrum der Karte. Noch während Blufor einen Doppelangriff von Norden und Süden vorbereitete und hierfür mit dem Littlebird Infanterie verlegte, unterbrach Opfor die Transmission und zog nach Nordwesten auf die Insel Krk ab. Ein Humvee von Blufor nahm die Verfolgung auf und stellte die Russen am Südende der Insel. Im Norden setzte der Littlebird ein Fireteam ab, um Opfor den Fluchtweg abzuschneiden. In den Kampf einzugreifen vermochte dieses Fireteam jedoch nicht mehr, da es dem Humvee vor deren Ankunft gelungen war, den Funkwagen in Brand zu setzen und so auch die zweite Runde für Blufor zu entscheiden.

Da beide Runden überraschend frühzeitig nach 90 Minuten Spielzeit beendet waren, schlossen sich ihnen zwei spontane Runden an, die ebenfalls beide von Blufor gewonnen wurden.

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