Mo, 23.10.17, Hauptspieltag – Coop: Suomen Sankari

Russland, nahe der finnischen Grenze, irgendwann im kalten Krieg. Der finnisch-nationale Untergrundkämpfer Jussi Kaikönen wird von russischen Sicherheitskräften gefangen genommen, als er versucht ein Chemiewerk zu sabotieren. Als seine Genossen in Finnland von seiner Festnahme erfahren, planen sie sogleich eine Rettungsaktion. In der nächsten Vollmondnacht soll eine Gruppe freiwilliger Kämpfer als Reisegruppe getarnt die russische Grenze überquere, ein kleines Lager der Russen überfallen, sich dort bewaffnen und anschließend Jussi Kaikönen befreien, sowie seine Sabotage am Chemiewerk vollenden. Zumindest war dies der Plan.

Bis zur Ankunft am Lager verlief noch alles nach Plan. Mit zwei, von Sympathisanten zur Verfügung gestellten, Bussen konnte die Grenze am späten Abend ohne Zwischenfälle überquert werden. Die Navigation durch den nächtlichen Wald stellte sich zwar als schwierig, aber noch realisierbar dar. Die wenigen Wachen am Lager konnten trotz der schlechten Bewaffnung, die fast ausschließlich aus mitgeschmuggelten Pistolen bestand, schnell überwältigt werden. Mit dem Glück war es hier aber zu Ende. Jussi war nirgends im Lager zu finden. Da russische Verstärkung schon auf dem Weg war musste die Suche schnell abgebrochen werden und die Kämpfer zogen sich mit allem was sie greifen konnten zurück in die Sicherheit des, inzwischen stockdunklen, Walds.

Der Weg zum Chemiewerk gestaltete sich als einiges schwieriger als angenommen. Im Wald war es nun stockdunkel und die Sichtweite betrug nur wenige Meter. Die Tatsache, dass sich die ganze Gruppe mit alten russischen Gasmasken ausgestattet hatte, verbesserte die Gesamtsituation nicht. Mit nur wenigen Verlusten, die im stockdunklen Wald einfach verschwanden, schafften es die Partisanen aber nach einiger Zeit trotzdem, das Chemiewerk zu erreichen. Die wenigen Wachleute stellten für die jetzt vernünftig bewaffneten Gegner keine Herausforderung mehr da und der Komplex konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Sprengladungen wurden angebracht und der Rückzug angetreten.

Als es langsam Morgen wurde und die Partisanen bereits dabei waren, sich zur Grenze zurück zu schleichen, um ins sichere Finnland zu entkommen, erhellte ein greller Lichtblitz die Umgebung. Als die Gastanks am Chemiewerk explodierten legte sich langsam und von den Kämpfern unbemerkt, ein grüner Nebel über den Wald. Wenige Minuten später waren aus der Richtung des Grenzübergangs Schüsse zu hören, dann Stille im ganzen Wald. Totenstille. Nicht einmal die Vögel zwitscherten mehr und auch die Fliegen, die zuvor zuverlässig die Position einiger der Gruppenmitglieder angezeigt, hatten verstummten. Etwas irritiert, aber im Lichte der gelungenen Sabotage zuversichtlich, schlichen sich die Finnen weiter zum Grenzübergang. Dort angekommen war niemand zu sehen. Nur eine kleine Gruppe Soldaten torkelte, wohl betrunken, über den Parkplatz in die Richtung der Finnen. Als erstes vielen die roten Augen auf. Leuchtende rote Augen, wie heiße Glut. Dann die Art der Bewegung. Torkelnd, aber nicht besoffen, sondern bestimmt, immer vorwärts, den Finnen entgegen. Trotz des Befehls, nicht zu schießen, packte einen der Partisanen die Angst und er drückte ab. Sekunden später feuerten alle auf die untoten Soldaten. Wohl von dem Lärm der Schüsse angelockt, kamen immer mehr Tote angehumpelt, aus allen Richtungen. Die Partisanen stahlen kurzerhand zwei LKW und flohen so schnell sie konnten nach Finnland zurück. Doch auch dort war die Situation nicht besser. Immer mehr und mehr Zombies versammelten sich in der Umgebung. Als einer der Lastwagen, schwer beschädigt, nicht mehr weiter fahren konnte, mussten die Soldaten den letzten Teil der Reise, durch den – nun Finnischen – Wald, zu Fuß bestreiten. Nach einem Intensiven Waldlauf konnte das Boote, die von Anfang an als Fluchtmittel vorgesehen waren erreicht werden, und die schwarze Stille des nächtlichen Meeres bot endlich Sicherheit.

Vielen Dank an [A]Nomisum für das Bauen dieser genialen und sehr stimmigen Mission und natürlich an alle die mitgespielt haben.
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